
Mitmach-Aktion |

21.12.2010
Am 16. Juni 2010 stimmte das Europäische Parlament gegen die Ampelkennzeichnung. Mehrere Anträge, den Gehalt an Fett, Zucker und Salz verpflichtend mit Signalfarben zu kennzeichnen, scheiterten relativ knapp. Der Rat der zuständigen europäischen Fachminister sprach sich am 7. Dezember 2010 sogar dagegen aus, auf der Vorderseite der Verpackungen überhaupt Nährwertangaben vorzuschreiben. Das Ziel, mit einer leicht verständlichen Nährwertkennzeichnung gegen Übergewicht und ernährungsbedingte Krankheiten vorzugehen, haben sie zugunsten der Lebensmittelindustrie geopfert.
foodwatch hatte im Februar 2008 eine Mitmachaktion gestartet, über die bis zum 14. Dezember 2010 fast 58.000 Bürger die zuständigen Politiker in Europa und Deutschland aufgefordert haben, eine verpflichtende Ampelkennzeichnung für Fett, Zucker und Salz einzuführen. Eine repräsentative Umfrage in Deutschland hatte gezeigt, dass 70 Prozent der Bürger die Ampelkennzeichnung wollen. Trotzdem spielt diese leicht verständliche Nährwertkennzeichnung nach den Entscheidungen von Europaparlament und Ministerrat im Gesetzgebungsprozess in Europa zunächst keine Rolle mehr. Deshalb hat foodwatch die Mitmachaktion an die europäischen Politiker vorerst beendet.
Das heißt aber nicht, dass der Einsatz von foodwatch für eine verständliche Nährwertkennzeichnung beendet ist. Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass bei dieser Frage Entscheidungen im Interesse der Verbraucher fallen – nicht im Interesse der Hersteller. Vielen Dank an alle, die uns dabei schon unterstützt haben. Bitte unterstützen Sie uns weiterhin – am besten als Fördermitglied. Denn je mehr wir sind, desto mehr Gewicht hat unsere Stimme.
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