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foodwatch-Report "Klimaretter Bio?"![]() 25.08.2008 Wer Bioprodukte kauft, schützt auch das Klima - so denken vermutlich viele Verbraucher. Aber ist das wirklich richtig? "Einen vollständigen, allgemein anerkannten und umfassenden Vergleich zum Unterschied der Treibhausgasemmission zwischen dem konventionellen und dem ökologischen Landbau gibt es bis heute nicht", stellte die Bundesregierung im Mai 2007 lapidar fest. Um diese Lücke zu schließen, hat foodwatch das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) beauftragt. Die Wissenschaftler haben untersucht, wie die herkömmliche und die ökologische Landwirtschaft zum Treibhauseffekt beitragen. Die Ergebnisse hat foodwatch in dem Report "Klimaretter Bio?" zusammengefasst. Den foodwatch-Report finden Sie als pdf-Dokument unter "Dokumente & Links", ebenso wie die ausführliche wissenschaftliche Studie des IÖW: "Klimawirkungen der Landwirtschaft in Deutschland". Die wichtigsten Inhalte können Sie auch online lesen unter Ergebnisseund Forderungen. Treibhausgase Landwirtschaft = Treibhausgase StraßenverkehrErgebnis der Studie, die foodwatch am 25. August 2008 in Berlin präsentiert hat: Die Landwirtschaft in Deutschland verursacht annähernd soviel klimaschädliche Gase wie der Straßenverkehr, nämlich 13 Prozent der Treibhausgase insgesamt. Sowohl konventionelle als auch ökologische Landwirtschaft tragen dabei erheblich zum Treibhauseffekt bei. Die ökologische Landwirtschaft verursacht zwar rund 15 bis 20 Prozent weniger Treibhausgase. In der Milch- und Rindfleischproduktion schneiden Bio-Bauern aber teilweise schlechter ab als konventionelle Tierhalter. Wer Bioprodukte kauft, ernährt sich deshalb nicht automatisch klimaschonend. Wichtiger für die persönliche Klimabilanz ist, wieviel Rindfleisch und Milchprodukte ein Mensch isst. Treibhausgase könnten um 60 Prozent gesenkt werdenDie Landwirtschaft bietet enorme Möglichkeiten für den Klimaschutz: Der Ausstoß an Treibhausgasen könnte um 60 Prozent gesenkt werden, das wären 80 Millionen Tonnen CO2 jährlich. Die einfachste Maßnahme wäre der Stopp der Nutzung von Moorböden. Schon allein dadurch ließen sich 30 Prozent der Treibhausgase einsparen. Weitere 20 Prozent würde die Umstellung auf ökologische Landwirtschaft bringen. Um den Treibhausgas-Ausstoß aber langfristig um insgesamt 60 bis 80 Prozent zu senken, müsste die Produktion von Fleisch und Milch gesenkt werden, denn vor allem die Rinderhaltung ist sehr klimaschädlich. Um die enormen Einsparmöglichkeiten in der Landwirtschaft zu nutzen, reicht es nicht, wenn jeder persönlich Konsequenzen zieht und weniger Fleisch und Milchprodukte isst. Die Politiker sind aufgefordert, die Regeln zu ändern: Die Agrarpolitik muss Teil der Klimapolitik werden.
Die Ergebnisse des Reports "Klimaretter Bio?"Ergebnis des foodwatch-Reports "Klimaretter Bio?": Bio ist nicht automatisch gut, herkömmliche Lebensmittel nicht automatisch schlecht. Wer häufig Bio-Rindfleisch isst, schadet dem Klima beispielsweise mehr, als Freunde von konventionellem Schweinefleisch. Hier ein Überblick über die wichtigsten Ergebnisse. mehr »
Umweltbundesamt weist Bauernpräsidenten zurecht"Bode fälscht Klimabilanz" - so reagierte der Deutsche Bauernverband auf die Klimastudie von foodwatch. Mit Zahlen des Umweltbundesamtes (UBA) wollte die Bauern-Lobby die CO2-Bilanz der Landwirtschaft schönrechnen. Dies weist das UBA nun in einem persönlichen Schreiben an Bauernpräsident Sonnleitner entschieden zurück: "Entspricht nicht der Fachmeinung unseres Hauses." mehr »
Bauernverband will internationale Regeln ändernDie Landwirtschaft ist für mehr als 13 Prozent der in Deutschland ausgestoßenen Treibhausgase verantwortlich. Dieses Ergebnis des Klimareports von foodwatch passt dem Deutschen Bauernverband (DBV) gar nicht. Die Lobbyisten der Bauern wollen deshalb nun die internationalen Regeln für Klimabilanzen ändern. mehr »
Medienecho zur Klimastudie 2008Die foodwatch-Klimastudie hat in den Medien und in der Öffentlichkeit eine lebhafte Debatte darüber entfacht, welche Auswirkungen die Landwirtschaft auf das Klima hat und welche Schlüsse daraus zu ziehen sind. Hier eine Auswahl des Presseechos. mehr » |
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