Wie hoch ist die Uranbelastung im Wasser?
26.11.2009
Die Uranbelastung von Mineral- und Trinkwasser kann sehr stark variieren. So gibt die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA in einer aktuellen wissenschaftlichen Analyse europäischer Mineralwässer eine Bandbreite von 0,0 bis 152,7 Mikrogramm pro Liter an. Für Deutschland liegen die Werte laut einer von der EFSA zitierten Studie bei Mineralwasser zwischen 0,015 und 24,5 Mikrogramm. Eine Datenanalyse von foodwatch, veröffentlicht im Mai 2009, kommt zu einem vergleichbaren Ergebnis. Bei Leitungswasser nennt das EFSA-Papier für Deutschland Uranwerte zwischen 0,005 und 8,6 Mikrogramm. foodwatch hat dagegen im November 2009 von den Behörden der 16 Bundesländer übermittelte Daten veröffentlicht – mit Werten von bis zu 23,3 Mikrogramm pro Liter. Für Mineralwässer, die mit dem Hinweis "geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung" verkauft werden, gibt es in Deutschland bereits einen gesetzlichen Grenzwert von zwei Mikrogramm pro Liter. Nach heutigem Stand der Wissenschaft gilt: Eine Uranbelastung unterhalb dieses Werts ist auch für Säuglinge unbedenklich. In den foodwatch-Datenanalysen lagen rund 13 Prozent der Messdaten für Mineralwässer sowie 12,6 Prozent der übermittelten Werte für Trinkwasser über zwei Mikrogramm.
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