Die Forderungen von foodwatch zu Acrylamid
01.12.2008
Im Sinne des vorsorgenden Verbraucherschutzes muss der Acrylamidgehalt von Lebensmitteln so schnell wie möglich gesenkt werden. foodwatch fordert: Alle Testergebnisse veröffentlichen, den Acrylamidgehalt direkt am Produkt kennzeichnen!
Die Wirkungsweise von Acrylamid im Körper ist noch nicht vollständig erforscht. Folglich muss die Leitlinie des Handelns vorsorgeorientiert sein. Dies bedeutet für Hersteller und Behörden, Acrylamid in Lebensmitteln so schnell und so weitgehend wie möglich zu verringern. foodwatch fordert Behörden und Produzenten dazu auf, ihren Beitrag dazu zu leisten:
- Behörden wie dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) liegen Tausende von Testergebnissen vor. Alle Messergebnisse müssen umgehend veröffentlicht werden.
- Viele Hersteller, deren Produkte foodwatch seit 2002 auf Acrylamid testet, haben inzwischen bewiesen, dass der Acrylamidgehalt extrem gesenkt werden kann. Die niedrigsten möglichen Acrylamidbelastungen müssen Grundlage für eine "Gute Herstellungspraxis zur Vermeidung von Acrylamid-Kontaminationen" sein. Alle Hersteller müssen verpflichtet werden, sich an dieser "best practice" zu orientieren. Bei den regelmäßigen Tests von foodwatch hat sich gezeigt, dass folgende Richtwerte für die einzelnen Produktgruppen realistisch sind: Für Lebkuchen 50 Mikrogramm Acrylamid pro Kilogramm; für Butterspekulatius 50 Mikrogramm; für Gewürzspekulatius 100 Mikrogramm; für Kartoffelchips 150 Mikrogramm.
Für Verbraucher ist die Konsequenz, Acrylamid wo immer möglich zu vermeiden. Damit sie dies beim Einkaufen überhaupt tun können, fordert foodwatch: - Kennzeichnung des Acrylamid-Gehalts direkt auf der Verpackung.
Bei einer Anhörung des Verbraucherministeriums im November 2004 zu Acrylamid brachte foodwatch die Probleme aus Verbrauchersicht in einer Stellungnahme auf den Punkt.
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Weitere Informationen zum Thema |
Der Kennzeichnungsvorschlag von foodwatch
foodwatch hat ein Modell für die Kennzeichnung des Acrylamidgehalts entwickelt. Durch eine Vergleichsskala, wie sie bei Haushaltsgeräten üblich ist, würde Verbrauchern gesundheitsbewusstes Einkaufen ermöglicht. mehr »
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