Kopfnavigation überspringen
Kopfnavigation und Hauptnavigation überspringen
Zurück zur Startseite foodwatch - die essensretter
Jetzt suchen!

Jetzt Förderer werden! Newsletter bestellen

Fragen und Antworten

versenden drucken

Wie komme ich an Messwerte?




03.12.2009

foodwatch lässt seit 2002 regelmäßig Kartoffelchips und Weihnachtsgebäck auf Acrylamid testen und veröffentlicht die Ergebnisse. Gerade Kinder und Jugendliche nehmen einen hohen Anteil von Acrylamid über Knabbergebäck auf. Alle Jahre wieder. Mit diesen Tests will foodwatch bei typischerweise hoch belasteten Produkten überprüfen, ob die Hersteller ihre Minimierungs-Versprechungen auch in die Tat umsetzen. Dies ist nur zum Teil der Fall, obwohl inzwischen das Know-how da ist, um Acrylamid weitgehend zu vermeiden. In unregelmäßigen Abständen testen zudem Stiftung Warentest und Ökotest bei ihren Produkttests auch auf Acrylamid.

Behörden halten Acrylamidwerte geheim

Ansonsten ist es für Verbraucher schwierig, sich über den Acrylamidgehalt von Produkten zu informieren. Im Dezember 2008 veröffentlichte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zwar erstmalig Acrylamidwerte für konkrete Produkte – allerdings nur für 14 Sorten Lebkuchen und Spekulatius. Im September 2009 wurden dann Acrylamid-Messergebnisse für Produkte veröffentlicht, die von BDSI-Mitgliedern hergestellt werden (BDSI = Bundesverband der deutschen Süßwarenindustrie). Im November 2009 gab es dann wieder ein Informationshäppchen – dieses Mal fünf Testergebnisse für Spekulatius.

Doch dem BVL und Herstellern liegen weitere Tausende von Messwerten vor. Statt die Verbraucher aber aktiv über die Acrylamidbelastung konkreter Produkte zu informieren, veröffentlicht das BVL alibimäßig einige Werte und führt ansonsten weiter anonymisierte Statistiken – selbst auf eine Anfrage nach dem Verbraucherinformationsgesetz bekam foodwatch nur Listen ohne Hersteller- und Produktnamen (s. Praxistest VIG/Beispiel Acrylamid). Mit diesen Informationen können Verbraucher nichts anfangen. foodwatch fordert: Alle Messergebnisse müssen an einer zentralen Stelle im Internet veröffentlicht werden. Der Acrylamidgehalt muss außerdem direkt auf der Verpackung gekennzeichnet werden, damit Verbraucher sich beim Einkauf schützen können.

 

Banner Newsletter