Bacardi nimmt Alkopops vom Markt
14.09.2007
Die Bacardi GmbH will die Produktion der Alkopops "Bacardi Rigo" und "Bacardi Breezer" einstellen. Das Unternehmen reagiert damit auf Umsatzrückgänge, nachdem die alkoholischen Jugendgetränke im Jahr 2005 in die Kritik gekommen sind - ein Erfolg der foodwatch-Kampagne.
Ab 2008 wird es die Alkopops "Bacardi Rigo" und "Bacardi Breezer" in Deutschland nicht mehr im Handel geben. Das hat die Bacardi GmbH angekündigt. Der Markt ist seit 2004 stark rückläufig, als die Alkopops zum Schutz von Jugendlichen mit einer Sondersteuer belegt wurden und sich so um etwa einen Euro pro Flasche verteuerten. Die
umstrittenen Mischgetränke kommen im Lebensmittelhandel laut Marktforschungsinstitut AC Nielsen nur noch auf
einen Umsatzanteil von 0,4 Prozent an den alkoholischen Getränken. Zur Zeit des Alkopop-Booms 2002/2003 machten die Alkopops bei führenden Spirituosenherstellern zwischenzeitlich mehr als die Hälfte der gesamten Produktionsmenge aus.
Durch die süßen spirtuosenhaltigen Limonaden wurden vor allem Jugendliche an einen frühen Alkoholkonsum herangeführt. foodwatch hatte das Thema im Jahr 2003 in Deutschland publik gemacht und problematisiert. Die dadurch ausgelöste gesellschaftliche Debatte führte dazu, dass Alkopops seit Juli 2004 mit einer Sondersteuer belegt sind und einen Warnhinweis tragen. Der Konsum der Schnaps-Limonaden ist seitdem stark zurückgegangen.
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