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"Die Ampel sorgt nicht für bessere Ernährung"Das ist der Vorwurf: Die Ampelkennzeichnung sorge nicht dafür, dass sich Menschen gesünder und ausgewogener ernährten und sei damit auch kein wirksames Mittel im Kampf gegen die Volkskrankheit Übergewicht. Das ist richtig: Wenn die Ampelkennzeichnung tatsächlich keinen Einfluss auf die Kaufentscheidung der Verbraucher hätte, müsste die Industrie sich nicht so vehement dagegen wehren: Denn dann bliebe ja auch beim Absatz alles beim Alten. Tatsächlich ist es spekulativ, wie sehr sich die Menschen in Deutschland durch die Nährwert-Ampel bei ihrem Einkauf leiten lassen. Doch ob sie sich beeinflussen lassen oder nicht: Dies ist in jedem Falle kein legitimes Argument, um verbraucherfreundliche Nährwertinformationen vorzuenthalten. Ziel der Ampel ist es, eine transparente und verständliche Kennzeichnung anzubieten. Denn dann haben die Kunden die freie Wahl und können eine bewusste Kaufentscheidung treffen, wenn sie dies wollen. Wie viel Zucker in einem Produkt steckt, kann für Diabetiker oder Eltern eine wichtige Information sein. Ob ein Lebensmittel viel oder wenig Fett enthält, ist für Gewichtsbewusste eine hilfreiche Angabe. Und die Menge an Salz dürfte zum Beispiel Verbraucher mit hohem Bluthochdruck interessieren. Diese Angaben kann jeder, muss aber keiner beachten. In jedem Falle spricht vieles dafür, sie an Kunden weiterzugeben. In Großbritannien, wo vor allem einige Handelsketten die Ampel freiwillig eingeführt haben, hatte dies sehr wohl einen Effekt: Die Verbraucher orientieren sich an dieser Kennzeichnung, vor allem aber haben Hersteller die Rezepturen ihrer Produkte verändert, um rote Ampelpunkte zu vermeiden. Auswertungen britischer Supermarktketten ergaben, dass der Absatz ausgewogener Produkte im Vergleich zu gehaltvolleren etwa bei Sandwiches seit Einführung der Ampelkennzeichnung signifikant gestiegen sei. Auch die französische Handelskette Intermarché hat eigenen Angaben zufolge nach Einführung einer Kennzeichnung mit Ampelfarben allein im Jahr 2007 300 Rezepturen von Eigenmarken überarbeitet.
Mitmach-Aktion: Fordern Sie die Ampel-Kennzeichnung!Fordern Sie Bundesregierung und Europapolitiker auf, den Willen der Bürger ernst zu nehmen und sich für die Ampel einzusetzen! Nehmen Sie jetzt an der Mitmach-Aktion von foodwatch teil und empfehlen Sie die Aktion weiter. |
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