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Kinderlebensmittel

Rote Zucker-Ampel für viele Kinderprodukte


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So tricksen die Hersteller

Bei den GDAs können die Hersteller ihre Produkte ganz einfach schönrechnen. Mit folgenden Tricks erreichen sie niedrige Prozentwerte:

Trick Nr. 1:

Auch bei den speziell für Kinder beworbenen Produkten wird der Kalorienbedarf für einen Erwachsenen angesetzt (2000 kcal).

 

Trick Nr. 2:

Die GDA-Angaben beziehen sich auf eine Portion, deren Größe der Hersteller selbst wählt. Je kleiner die Portion, desto kleiner wird natürlich die Prozentangabe und damit der Anteil an der empfohlenen Verzehrsmenge pro Tag. Wie britische Studien gezeigt haben, essen die Menschen durchschnittlich größeren Portionen, als die Hersteller ansetzen.

 

Trick Nr. 3:

Die Richtwerte, auf denen die GDA-Angaben fußen, hat der Europäische Verband der Lebensmittelindustrie (CIAA) selbst festgesetzt. Insbesondere der Richtwert für Zucker ist wissenschaftlich umstritten. "Es entsteht der Eindruck, dass bei Zucker eine "günstige" (willkürliche) Berechnung gewählt wurde", urteilt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung über den Zucker-Referenzwert der CIAA.

Ampel informiert kinderleicht

Mit der Ampelkennzeichnung wäre ein solches Schönrechnen nicht möglich. Ein roter Punkt beim Zuckergehalt signalisiert eindeutig, dass die meisten Kinderlebebensmittel als Süßigkeit einzustufen sind und nur selten verzehrt werden sollten. Die GDA-Bewertung ist dafür hingegen keineswegs geeignet.

 

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