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GfK-Studie belegt: Ampel funktioniert, GDA verwirrt![]() 15.06.2009
Durch die Wahl kleiner Portionsgrößen und andere Tricks rechnen Lebensmittelhersteller ihre Produkte schön. Auch Zuckerbomben werden da zum schlanken Gesundheitsprodukt, so suggerieren es jedenfalls die Zahlen der freiwilligen Nährwertkennzeichnung der Industrie nach dem GDA-Modell – eine legale Form der Verbrauchertäuschung. Echte Transparenz ohne Rechentricks würde dagegen die von foodwatch und zwei Dritteln der Bevölkerung geforderte Nährwert-Ampel bringen. Das ist das Ergebnis der GfK-Studie im Auftrag von foodwatch. Mit der Ampel können Verbraucher Nährwertgehalt erkennen
Das Marktforschungsinstitut zeigte rund 1000 repräsentativ ausgewählten Befragten zunächst ein Produkt mit der GDA-Kennzeichnung, wie es heute im Supermarkt erhältlich ist: Die Frühstückscerealien Trio von Nestlé. Im Vergleich mit anderen Frückstückscerealien enthält es mit 37 Prozent eindeutig viel bzw. sehr viel Zucker. Dies konnten mithilfe der GDA-Kennzeichnung 63,8 Prozent der Befragten richtig erkennen. Eine zweite Gruppe mit ebenfalls rund 1000 repräsentativ ausgewählten Befragten sah dasselbe Produkt statt mit der GDA- mit der Ampelkennzeichnung. Hier sagten deutlich mehr – 88,9 Prozent – richtig, dass Nestlé-Trio "sehr viel" oder "viel" Zucker enthält. Vergleich zweier Produkte: GDA führt in die Irre
Drastischer noch die Unterschiede bei der zweiten Frage. Hier sollten die Befragten Nestlé-Trio mit einem zweiten Frühstückscerealien-Produkts des gleichen Herstellers vergleichen, den Nestlé Fitness Fruits. In der Gruppe, die beide Produkte mit Ampel-Kennzeichnung zu sehen bekam, erkannten 92,1 Prozent der Befragten richtig, dass Trio mehr Zucker enthält als die Fitness Fruits. In der GDA-Gruppe konnte nur jeder Vierte (25,8 Prozent) diesen richtigen Schluss ziehen. Eine große Mehrheit von 69,6 Prozent der Befragten wurde durch die Industriekennzeichnung auf die falsche Fährte gelockt und hielt das zuckrigere Produkt (Trio) für das zuckerärmere. Vernichtendes Ergebnis für Ampel-GegnerDas Ergebnis der GfK-Studie ist vernichtend für die Gegner der Ampel. Nicht mal bei Produkten eines Herstellers lässt die GDA-Kennzeichnung einen Vergleich bei den Nährwerten zu. Die Bundesregierung sollte diese Form der Verbrauchertäuschung ein für alle Mal beenden – und sich für eine gesetzliche Einführung der Nährwert-Ampel als Pflicht für alle Lebensmittelhersteller einsetzen. Mitmach-Aktion: Fordern Sie die Ampel-Kennzeichnung!Deshalb: Nehmen Sie jetzt an der Mitmach-Aktion von foodwatch teil und empfehlen Sie die Aktion weiter! Zeigen Sie den Politikern, dass die Verbraucher es ernst meinen! |
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