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Europa

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Tiermehl-Schmuggel ist europaweites Problem




Tiermehl-Schmuggel ist europaweites Problem

27.06.2007

Tiermehl wird aus Europa in großem Stil in Nicht-EU-Länder exportiert. Allein 2006 etwa 242.000 Tonnen. Auch in Länder mit ausdrücklichem Importverbot wie Vietnam und Indonesien. Die Fleischwirtschaft entsorgt ihre Abfälle ohne Hemmungen in armen Ländern.

 

Tiermehl-Schmuggel ist nicht nur ein deutsches Problem. Auch viele andere Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) handeln in großem Stil mit Tiermehl. Spitzenreiter ist Spanien, das seinen Export im Jahr 2006 mit 140.000 Tonnen im Vergleich zum Vorjahr fast verdreifacht hat.

Die Exporte aus Europa beliefen sich nach aktuellen Zahlen vom statistischen Amt der Europäischen Union (Eurostat) im Jahr 2006 insgesamt auf 242.000 Tonnen. Damit haben sie sich im Vergleich zum Vorjahr um 150 Prozent gesteigert. Es besteht die Gefahr, dass exportiertes Tiermehl in Nicht-EU-Ländern zur Herstellung von Lebensmitteln genutzt wird und diese dann wiederum in die Europäische Union (EU) eingeführt werden.

Tiermehl geht aus Europa in Länder mit Importverbot

Lieferungen aus Europa gingen auch in Länder, die nach der BSE-Krise ein ausdrückliches Importverbot ausgesprochen haben. So wurden nach Vietnam 51.000 Tonnen geliefert, nach Indonesien 52.000 Tonnen. Hauptexporteur in beide Länder ist Spanien. Obwohl die EU bilaterale Abkommen für den Export von Tiermehl vorschreibt, hat die Europäische Kommission keinen Überblick über den europaweiten Tiermehl-Handel mit Nicht-EU-Staaten. Die Arbeitsgruppe "Tierische Nebenprodukte" der Europäischen Kommission hat für den 20.03.2007 eine Sondersitzung einberufen. Sie will sich von den Mitgliedsstaaten über den Stand der bilateralen Abkommen informieren lassen.

Strenge Regeln für tierische Abfälle

Fordern Sie Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer auf durchzusetzen, dass die strengen Regeln für die Verbringung gefährlicher Industrieabfälle auch für tierische Abfälle gelten. Machen Sie mit bei der Protest-Aktion von foodwatch gegen Tiermehl-Schmuggel und schreiben Sie an Horst Seehofer! Tierische Abfälle haben nichts in der menschlichen Nahrungskette verloren - weder in Deuschland oder der Europäischen Union, noch in Asien oder Osteuropa.