foodwatch fordert schärfere Sanktionen
04.04.2005
Mit wenigen gezielten Mitteln könnte die Politik gute und sichere Futtermittel garantieren. Wie, das zeigen die foodwatch-Forderungen aus dem Futtermittel-Report.
Der Futtermittelsektor muss so organisiert werden, dass er die Anforderungen des gesundheitlichen Verbraucherschutzes erfüllt und sich dabei weitgehend selbst reguliert.
Die Selbstregulierung kann insbesondere erreicht werden, wenn die Rechte der
Verbraucher gestärkt und die Haftungsrisiken für Hersteller spürbar sind. Die
wesentlichen Gift-Eintragspfade müssen geschlossen beziehungsweise durch
effektive Selbstkontrollen vermieden werden. Die staatliche
Futtermittelüberwachung muss zielgerichtet statt blind agieren.
Die im neuen Lebens- und Futtermittelrecht (LFGB) festgehaltenen Prinzipien - wie
vorsorgender Gesundheitsschutz, Rückverfolgbarkeit, Transparenz - müssen im
Sinne des Verbraucherschutzes auf der Verordnungsebene konsequent umgesetzt
werden. Es müssen abschreckend hohe Bußgelder bei Gesetzesverstößen erhoben werden.
Durch diese Maßnahmen werden die Futtermittelpreise steigen. Doch
tierische Lebensmittel werden sich dadurch für die Verbraucher nicht
spürbar verteuern. Zugleich wird sich die Gesamtqualität der
Lebensmittel und ihre gesundheitliche (Langzeit-)
Unbedenklichkeit verbessern. Anbieter von Qualitätsprodukten werden im
Wettbewerb
gestärkt.
Die ökologischen Kosten der Futtermittelproduktion müssen über kurz
oder lang in die Futterpreise eingerechnet werden. Eine
Internalisierung dieser Kosten, zum Beispiel durch eine Pestizid- und
Mineraldüngerabgabe, wird sichere und deshalb teurere Futtermittel
wettbewerbsfähig machen.
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