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Futtermittel

Futter: Ursprung von Lebensmittelskandalen




Futter: Ursprung von Lebensmittelskandalen

04.04.2005

Alle großen Lebensmittelskandale der vergangenen Jahre hatten ihren Ursprung in Futtermitteln, ob BSE, Nitrofen oder Dioxin. Futtermittel sind vor allem bei der Mast von Schweinen und Geflügel der wichtigste Kostenfaktor. Doch billige Futtermittel können uns teuer zu stehen kommen.

 

Wir wissen, dass die Tiere, deren Fleisch und Eier wir essen und deren Milch wir trinken, gefüttert werden. Doch unsere Vorstellungen vom Futter der Nutztiere sind idealisiert. "In unsere Kühe kommt nur Wasser, Getreide und Gras", brachte es die damalige Ministerin Renate Künast in ihrer Regierungserklärung 2001 auf den Punkt. Die Realität sieht jedoch ganz anders aus.

68 Mio. Tonnen Futtermittel jährlich

104 Millionen Geflügeltiere, 26 Millionen Schweine und 13 Millionen Rinder müssen jedes Jahr gefüttert werden. Dafür sind 68 Millionen Tonnen Futtermittel nötig. Futtermittel sind der Treibstoff für die Hochleistungsproduktion der Agrarindustrie. Bei der Produktion von Geflügel- und Schweinefleisch sind die Futterkosten der wichtigste Kostenfaktor. In der Geflügelmast verursachen sie etwa die Hälfte, in der Schweinemast sogar bis zu zwei Drittel der Produktionskosten. Wenn Landwirte ihre Kosten niedrig halten wollen, müssen sie also am Futter sparen.

Recherchen von foodwatch zeigen Lücken im System

Doch billige Futtermittel gehen immer wieder auf Kosten der Gesundheit der Verbraucher. Ob BSE, Nitrofen oder Dioxin - alle großen Lebensmittelskandale der vergangenen Jahre hatten ihren Ursprung in Futtermitteln. Deshalb hat foodwatch ausführlich zum Thema Futtermittel recherchiert. Die foodwatch Recherchen zeigen die Lücken im Kontrollsystem auf. Sie zeigen aber auch, dass mit wenigen gezielten politischen Mitteln sichere Futtermittel garantiert werden könnten. Dokumentiert sind die ausführlichen Ergebnisse in dem Report "Lug und Trog. Der foodwach-Report über billige Futtermittel, die uns teuer zu stehen kommen." Eine Zusammenfassung der Ergebnisse und der Forderungen von foodwatch finden Sie auf den nächsten Seiten.

 

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