Die Kampagnen von foodwatch
Konsumenten von Lebensmitteln agieren nicht auf gleicher Augenhöhe mit Herstellern und Händlern. Ausgerechnet beim Essen ist der Kunde nicht König, sondern wird zum Narren gehalten - oft auch auf Kosten seiner Gesundheit.
foodwatch macht mit und für seine Unterstützer und andere Verbraucher Kampagnen zu ausgewählten Themen. Damit Druck auf die Industrie und die Politik entsteht. Damit die Regeln und Gesetze sich ändern.
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Die foodwatch-Kampagnen |
- Lebkuchen-Test: Wenige Ausreißer mit hohen Werten
foodwatch hat 17 Lebkuchen- und Spekulatius-Sorten auf Acrylamid testen lassen. Die gute Nachricht: Die Acrylamid-Belastung ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die schlechte: Einzelne Produkte sind immer noch unnötig hoch belastet. Die Testverlierer enthalten 20 bis 30 Mal so viel Acrylamid wie die Sieger.
- Scharfer Sprit hinter süßer Maske
Vom Handel als "Erfolg" gefeiert, von Jugendschützern als "Einstiegsdroge" gebrandmarkt: Was steckt wirklich hinter Alkopops? Warum tauchten diese alkoholischen Getränke plötzlich auf?
- Nährwert-Ampel: Damit Lebensmittel Farbe bekennen
Die Idee ist bestechend: Mit einem einzigen Blick auf Lebensmittelverpackungen sollen Verbraucher erkennen können, wie viel Zucker, Fett und Salz in einem Produkt steckt. Mit den Signalfarben Rot, Gelb und Grün können sie sich schnell über die Höhe der Nährwertgehalte informieren.
- BSE-Auslöser Tiermehl weiter im Handel
124.000 Tonnen Tiermehl sind verschwunden. Behörden können den Verbleib nicht aufklären. Obwohl die Tiermehlfütterung nach BSE verboten wurde, ist Tiermehl weiter im Handel: Als Düngemittel.
- Die Mär vom Bio-"Boom"
Die Bio-Branche erlebte in den vergangenen Jahren einen rasanten Aufstieg mit zweistelligen Wachstumsraten. Dennoch bleibt der Marktanteil der Bioprodukte gering. Der viel zitierte Bio-"Boom" ist kaum mehr als ein Märchen.
- Giftige Dioxine und PCB in Lebensmitteln
Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Eier und Milch sind für 80 Prozent der menschlichen Gesamtaufnahme an Dioxinen verantwortlich. Dioxine und dioxinähnliche polychlorierte Biphenyle (PCB) sind giftig und krebserregend.
- Dicke Werbelügen und ein magerer Aktionsplan
Verbrauchertäuschung und Qualitätslügen beim Essen kann sich die Gesellschaft nicht mehr lange leisten. Um Abhilfe zu schaffen braucht es jedoch mehr als einen mageren Aktionsplan.
- Aktuelle Warnungen vor Lebensmitteln
Europaweit werden Warnungen vor problematischen Lebensmitteln gesammelt. Deutsche Verbraucher erfahren jedoch nicht, von welchen Produkten Gefahren ausgehen. Das muss sich ändern, fordert foodwatch.
- Frische-Illusion mit Nebenwirkungen
Die meisten großen Handelsketten verkaufen Frischfleisch in "Schutzatmosphäre"-Packungen. Dahinter verbirgt sich oft ein hochgradig mit Sauerstoff angereichertes Gasgemisch. Der Effekt: Auch nach Tagen sieht Fleisch außen rosig-frisch aus. Eine Illusion, denn Sauerstoff macht es gleichzeitig innen zäh und ranzig.
- Fleischskandale und kein Ende in Sicht
Fleischskandale ohne Ende: Überlagertes Fleisch im Handel, Schlachtabfälle im Essen, Betrug und ekelhafte Zustände quer durch die Republik. Der Fehler liegt im System.
- Keine Wahlfreiheit bei Gentechnik
Der Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft ist umstritten. foodwatch will, dass Verbraucher beim Einkauf von Fleisch, Milch oder Eiern erfahren, ob die Tiere mit gentechnisch veränderten Futterpflanzen gefüttert wurden.
- Sag' mir, woher du kommst...
Spreewaldgurken müssen nicht aus dem Spreewald, Schwarzwälder Schinken muss nicht aus dem Schwarzwald kommen. Herkunftsangaben auf Lebensmitteln sind oft nicht eindeutig und manchmal ziemlich verwirrend – ein Überblick über die verschiedenen Kennzeichnungen und ihre Bedeutung.
- Imitate-Betrug und der ganz legale Wahnsinn
Gelschinken, Analogkäse, Garnelenimitat: Reihenweise produziert die Industrie Kandidaten für die Wahl zum "Unwort des Jahres". Es spricht sich herum, Irreführung ist nicht die Ausnahme, sondern eher die Regel. Aber neben klaren Verstößen wird auch innerhalb des gesetzlichen Rahmens unverfroren getrickst.
- Deutschland is(s)t unmündig
Es sollte die wichtigste verbraucherpolitische Maßnahme der Großen Koalition werden: das Verbraucherinformationsgesetz, kurz VIG. Die Politik versprach einen „Meilenstein für den Verbraucherschutz".
- Wieviel Klima kostet unser Essen?
Nicht nur beim Fliegen oder Autofahren entsteht klimaschädliches CO2, auch unser Essen trägt zur globalen Erwärmung bei. 133 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente gelangen durch die Landwirtschaft in Deutschland jährlich in die Atmosphäre - fast so viel wie durch den Straßenverkehr.
- Wirtschaftsmacht Lebensmittel
Der deutsche Lebensmittelmarkt befindet sich in einer Umbruchphase. Einer stagnierenden Bevölkerungszahl steht ein wachsendes Angebot an Verkaufsfläche gegenüber.
- Gift in Bioprodukten: Der Nitrofen-Skandal
Die Ereignisse im Nitrofenskandal sind ein Paradebeispiel für die Nachlässigkeit der Politiker und unzureichende Straf- und Haftungsregelungen: Die Verantwortlichen gingen straffrei aus.
- Bürger wollen Lebensmittel-Smileys
Lebensmittelkontrollen als geheime Kommandosache: Viel zu oft behalten Behörden ihr Wissen für sich, selbst bei Gammelfleisch bleiben Verantwortliche ungenannt. Mit der Geheimniskrämerei muss Schluss sein! In einer repräsentativen Emnid-Umfrage spricht sich eine riesige Mehrheit für die Veröffentlichung der Ergebnisse aller Lebensmittelkontrollen aus – und zwar direkt vor Ort in Gaststätten und Betrieben. Dänemark macht es mit dem Smiley-System vor.
- Kritische Uranbelastung in Trink- und Mineralwasser
Uran belastet Trink- und Mineralwasser – teilweise so stark, dass gesundheitliche Risiken nicht ausgeschlossen sind. foodwatch fordert sichere gesetzliche Grenzwerte. Was die Bundesregierung als Höchstgrenze plant, ist nach dem Stand der Wissenschaft viel zu hoch angesetzt.
- Rechte beim Essen
Essen ist eine politische Angelegenheit. Denn es geht nicht nur um Fragen der richtigen Ernährungsweise, sondern um politische Essensrechte. Damit jeder wissen kann, was er wirklich isst. Und was sich dahinter verbirgt.
- foodwatch kritisiert: EU subventioniert Welthunger
Europa ist mitverantwortlich für die weltweite Hungerkrise. Die Europäische Union gibt jährlich knapp 50 Milliarden Euro für landwirtschaftliche Subventionen aus. Die künstlich verbilligten Lebensmittel aus Europa zerstören bäuerliche Existenzen in der Dritten Welt.
- Getestete Produkte halten Cumarin-Grenzwert ein
Im Herbst 2006 deckte foodwatch auf: Lebensmittel mit Zimt enthielten viel zu viel leberschädigendes Cumarin. Einige Zimtsterne überschritten den Grenzwert um das bis zu 40fache. foodwatch machte den Skandal öffentlich. Der Erfolg zeigte sich schon im Test 2007, fast alle Hersteller hielten den Grenzwert ein.
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