Die Ergebnisse des Reports "Klimaretter Bio?"
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Klimakiller Nr. 1 – Landwirtschaft auf MoorbödenDie Hauptemissionsquelle von Treibhausgasen sind Moorböden, die entwässert und landwirtschaftlich genutzt werden. Knapp 30 Prozent aller Emissionen, rund 37 Millionen Tonnen, entfallen auf derartige Böden, obwohl sie lediglich 1,4 Millionen Hektar oder 8 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Deutschland ausmachen. Der Streit, welche Produktionsform, konventionell oder ökologisch, das Klima besser schütze, vernachlässigt die wirksamste und wirtschaftlichste Form des landwirtschaftlichen Klimaschutzes: die Wiedervernässung von landwirtschaftlich intensiv genutzten Moorflächen und ihrer Umwidmung für den Natur- und Artenschutz. Bio-Landbau auf Moorböden schlechter als konventionellerAuf entwässerten Moorböden schneiden die Verfahren des ökologischen Landbaus generell schlechter ab als die konventionellen Verfahren, da sie deutlich mehr Fläche pro Kilogramm Getreide, Fleisch, Milch etc. benötigen. Es ergeben sich bei der ökologischen Viehhaltung auf Moorböden und auch in der Getreidehaltung etwa doppelt so hohe Emissionsmengen wie in der konventionellen Produktion. Niedrige CO2-Vermeidungskosten bei Stopp der Nutzung von MoorbödenEin Stopp der landwirtschaftlichen Nutzung von Moorböden und eine Umwidmung dieser Flächen für den Natur- und Artenschutz wären ausgesprochen wirtschaftlich. Pro Hektar dieser Flächen verursacht der Ackerbau 40 Tonnen Treibhausgase und die Viehhaltung 18 Tonnen pro Jahr. Die durchschnittlichen Nettoerträge betragen in der Viehhaltung rund 750 Euro pro Hektar und im Ackerbau 450 Euro pro Hektar. Die Kosten, die bei der Vermeidung einer Tonne Treibhausgas entstehen ("Vermeidungskosten"), belaufen sich somit auf 42 Euro pro Tonne bei einem Verzicht auf die Milchviehhaltung auf Moorböden. 11 Euro pro Tonne betragen die Vermeidungskosten bei Verzicht auf Ackerbau auf Moorböden. Die Treibhaus-Vermeidungskosten durch den Anbau von Raps zur Herstellung von Diesel betragen im Vergleich dazu mehrere hundert Euro.
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