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Vorgehensweise

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Vorgehensweise der Klimastudie




25.08.2008

Für die Studie zu den Klimawirkungen der Landwirtschaft haben die Wissenschaftler auf Grundlage anderer Studien Klimabilanzen ermittelt. Berücksichtigt wurden die Treibhausgase Kohlendioxid, Methan und Lachgas.

 
  • Die Studie untersucht systematisch den Unterschied von konventioneller und ökologischer Landwirtschaft in ihren Klimawirkungen (Treibstoffe, Dünge- und Pflanzenschutzmittel, Verdauungsprozesse von Nutztieren, Anbau von Futtermitteln, Abbauprozesse in Mooren und Feuchtwiesen).
  • Untersucht wurden die repräsentativen Produktgruppen Milch, Winterweizen, Schweinefleisch und Rindfleisch. Beim Rindfleisch wurde dabei unterschieden zwischen Bullen/Ochsenmast aus Milchviehhaltung bzw. aus Mutterkuhhaltung sowie Altkuhfleisch aus Milchviehhaltung bzw. aus Mutterkuhhaltung.)
  • Bei der Klimabilanzierung werden die einzelnen Stufen der Produktion (einschließlich der Vorprodukte und Betriebsmittel) von Durchschnitts-Bauernhöfen und besonders gut geführten ("klimaeffizienten") Betrieben untersucht.
  • In die Klimabilanzierung der Studie gehen alle Umweltwirkungen des Produktionsprozesses sowie der vorgelagerten Produktionsschritte (z. B. Energieerzeugung, Produktion von Hilfs- und Betriebsstoffen) mit ein. Die Wirkung der Treibhausgase wird in Form von CO2-Äquivalenten angegeben; Methan ist 23-mal wirksamer als CO2, Lachgas 296-mal.
  • Um nicht nur den derzeitigen Status quo abzubilden, wurde neben Durchschnittsbetrieben des konventionellen und des ökologischen Landbaus auch jeweils ein Betrieb definiert, der sich in der Gruppe der leistungsmäßig führenden 10 Prozent der konventionellen und ökologischen Betriebe befindet. Damit kann die Analyse aufzeigen, wo weitere Potenziale zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen liegen, wenn in Zukunft verstärkte Anstrengungen zum Klimaschutz in der Landwirtschaft in Angriff genommen werden.
  • Gesondert berücksichtigt werden in der Studie die für die Klimabilanz der deutschen Landwirtschaft besonders relevanten Emissionen aus der Bodennutzung. Landwirtschaftliche Produktion auf entwässerten Moorflächen verursacht durch Abbau der im Boden vorhandenen Kohlenstoffvorräte ein Vielfaches der Treibhausgasemissionen, die bei der Bewirtschaftung "normaler" (mineralischer) Acker- und Grünlandböden entstehen.
 
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Weitere Informationen zum Thema


  • Die Förderer der Klimastudie
    Die Deutsche Wildtier Stiftung, die KLEF Karl Linder Education Foundation und Karl-Ludwig Schweisfurth haben die Studie zu den Klimawirkungen der Landwirtschaft in Deutschland finanziell gefördert. Vielen Dank dafür.