Gekühlte Fertiggerichte aus "frischen" Zutaten
21.12.2005
Hohe Gewinnspannen verspricht das Geschäft mit Chilled Food. Das sind gekühlte, aber nicht gefrorene Convenience-Produkte aus "frischen" Zutaten, wie beispielsweise fertiger Kuchenteig oder Pasta.
Chilled Food ist ein relativ junges Wachstumssegment. Die gekühlten Convenience-Produkte aus "frischen" Zutaten sind nur recht kurz haltbar. Das Sortiment erstreckt sich über mehrere Warengruppen. Dazu gehören unter anderem gekühlte Pizza oder Baguette, Teigwaren, Fertig- und Teilfertiggerichte, Feinkostsalate sowie Kuchenfrischteige. Bei leicht rückläufigen Gesamtumsätzen des Lebensmittelhandels konnten derartige gekühlte Lebensmittel um acht Prozent zulegen und erreichten 2004 einen Umsatz von 1,5 Milliarden. In den kommenden Jahren werden zweistellige Wachstumsraten erwartet.
Hohe Gewinnmargen bei Chilled Food
Aufgrund der notwendigen Kühlkapazitäten und des hohen Abschreibungsrisikos wegen der eingeschränkten Haltbarkeit ist dieses Wachstumssegment für kleinere Geschäfte kaum rentabel, was den Trend zu großen Verkaufsstätten und das Verschwinden kleiner Läden verstärken dürfte. Laut Marketingstudien ist die "Preiskompetenz und -sensibilität" der Käufer bei Chilled Food extrem niedrig. Das heißt, die Produkte versprechen besonders gute Margen. Chilled Food-Artikel werden vorrangig von Konsumenten mit überdurchschnittlicher Kaufkraft erworben, sind inzwischen aber auch bei Discountern auf dem Vormarsch.
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