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Uranbelastung von Trinkwasser in Mecklenburg-Vorpommern26.11.2009
In einer ersten Auskunft teilte das zuständige Ministerium für Soziales und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern foodwatch im Juli 2009 mit, man verfüge über keine aktuellen Uran-Messwerte. Erst nach einer weiteren Nachfrage durch foodwatch übermittelte das Ministerium eine aktualisierte Liste mit 427 Uran-Messergebnissen. 32 Proben über 2 Mikrogramm – höchstbelasteter Brunnen stillgelegt32 Proben liegen zwischen 2 und 10 Mikrogramm Uran pro Liter Trinkwasser, zwei über dem (unverbindlichen) offiziellen Leitwert von 10 Mikrogramm. Der höchste Wert mit 30,1 Mikrogramm für das Wasserwerk Reimershagen im Landkreis Güstrow stammt aus dem Jahr 2006, der Brunnen wurde mittlerweile stillgelegt. Der Wert von 27,0 Mikrogramm für das Wasserwerk Palmzin in Nordvorpommern ist im April 2009 erhoben worden. Hier hat sich die Situation nach Auskunft des Ministeriums und des zuständigen Wasserversorgers etwas entspannt – es ist eine drei Kilometer lange Ringleitung gebaut worden, um das belastete Trinkwasser mit nicht belastetem Trinkwasser zu mischen. Der Urangehalt soll mittlerweile bei 5 Mikrogramm pro Liter liegen. Nach Auskunft des Ministeriums haben auch andere betroffene Wasserversorger und die zuständigen Gesundheitsämter unterschiedliche Möglichkeiten diskutiert, um den Uran-Gehalt im Trinkwasser abzusenken. Welchen Weg die Betroffenen schließlich gewählt haben, konnte das Ministerium nicht beantworten. Dies sei beim Wasserversorger oder dem zuständigen Gesundheitsamt zu erfragen. E-Mail-Aktion: Fordern Sie einen Grenzwert für Uran im Wasser!Erst mit einem Uran-Grenzwert von 2 Mikrogramm pro Liter würden auch Kinder wirksam vor Gesundheitsschäden geschützt – unterstützen Sie die Forderung von foodwatch nach einem Grenzwert für Trink- und Mineralwasser, der auch die Schwächsten berücksichtigt! Stand 2008Im vergangen Jahr hatten foodwatch 855 Messergebnisse aus Mecklenburg-Vorpommern erreicht. Wann die Daten erhoben wurden und von welchem Gesundheitsamt, konnte das zuständige Ministerium für Soziales und Gesundheit nach eigenen Angaben nicht mitteilen, da sich die entsprechende Datenbank noch im Aufbau befände. Von den übermittelten 855 Einzelwerten lagen insgesamt mehr als 80 über 2 Mikrogramm Uran pro Liter, hiervon wiederum 14 über 10 Mikrogramm. Der höchste Wert mit 30,08 Mikrogramm war im Wasserwerk Reimershagen im Landkreis Güstrow gemessen worden. Bleiben Sie auf dem Laufenden über aktuelle Testergebnisse – per Newsletter! |
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