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Niedersachsen

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Uranbelastung von Trinkwasser in Niedersachsen




26.11.2009

Dokumente & Links

Aus Niedersachsen liegen foodwatch keine aktuellen Daten zur Uran-Belastung des Trinkwassers vor. Auf Nachfrage teilte das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit mit, Uran sei "kein routinemäßig zu untersuchender Parameter". Zwar habe man im Oktober 2008 alle kommunalen Gesundheitsbehörden gebeten, sich einen Überblick über die Uran-Konzentration im Trinkwasser zu verschaffen, aber die Rückmeldungen hätten gezeigt, dass in keinem Fall der Empfehlungswert des Umweltbundesamtes von 10 Mikrogramm überschritten worden sei. Insofern kann man sich nur weiter an den 2008 gelieferten Daten orientieren.

Stand 2008

Im April 2008 hatte das Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit in Niedersachsen foodwatch auf Anfrage mitgeteilt, dass "Messprogramme und Berichtspflichten" für Uran im Trinkwasser im Rahmen der Trinkwasserverordnung 2001 nicht vorgesehen sind. "Insofern liegen dem Ministerium und dem Landesgesundheitsamt keine Routinedaten vor, und es fehlt auch die Grundlage für eine entsprechende Anfrage bei den zuständigen kommunalen Behörden." Allerdings verfügte das Ministerium über Daten zu natürlichen Radionukliden im Trinkwasser, die im Rahmen einer Untersuchung des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) in Niedersachsen in den Jahren 2002 bis 2007 erhoben wurden. Diese hatte das Ministerium in Urankonzentrationen umgerechnet und foodwatch zur Verfügung gestellt.

Sechs Werte über 2 Mikrogramm

Aus 27 Kreisen und kreisfreien Städten wurden foodwatch 47 Einzelwerte zur Belastung des Trinkwassers mit Uran übermittelt. Eine Überschreitung des (unverbindlichen) offiziellen Leitwertes von 10 Mikrogramm lag nicht vor. Sechs der 47 Einzelwerte waren jedoch höher als 2 Mikrogramm, der höchste lag bei 8,42 Mikrogramm und wurde in der Gemeinde Eimen im Landkreis Holzminden gemessen. Aus einer Auswertung des Umweltbundesamtes von anonymisierten Daten aus dem Jahr 2005 war aus Niedersachsen ein Belastungswert von 34 Mikrogramm bekannt. Ob dieser Brunnen in der Auswertung des BfS nicht erfasst wurde oder mittlerweile vom Netz genommen wurde, konnte das zuständige Ministerium nicht mitteilen.


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