Tierschutzbund verlässt QS-Kuratorium
13.02.2004
"Das QS-Siegel hat mit
Tierschutz nichts zu tun und suggeriert dem Verbraucher das
Gegenteil", begründet Präsident Wolfgang Apel den Ausstieg des Tierschutzbundes im
Februar 2004 aus dem Gremium.
Der Deutsche
Tierschutzbund (DTB) war Mitglied im Kuratorium QS "Qualität und Sicherheit".
Das Kuratorium berät die QS-Gesellschaft in
Grundsatzfragen.
Wolfgang Apel,
Präsident des DTB, kritisierte, dass QS zwar mit Tier- und Umweltschutz
werbe, aber nur die völlig ungenügenden gesetzlichen Mindestanforderungen
erfüllt würden. "Eine Bereitschaft, über die Mindestanforderungen hinaus zu
gehen und die QS-Standards auch nur im Ansatz tiergerecht zu gestalten, lässt
sich nicht erkennen", erklärte Apel.
Die mit QS
gekennzeichneten Haltungsbedingungen für Schweine, Rinder und Geflügel
bezeichnete der DTB als "durchweg nicht tiergerecht". Hinter dem Prüfzeichen
QS verberge sich mit Spaltenböden und Kastenständen für Schweine,
Anbindehaltungen bei Rindern, überzüchteten Puten und Masthühnern in
beklemmender Enge unendliches Tierleid, so der
Tierschutzbund.
|
Weitere Informationen zum Thema |
Tierschutzbund: "Verbrauchertäuschung bei QS"
Enttäuscht vom mangelhaften Tierschutz bei QS und leeren Qualitätsversprechen verließ der Deutsche Tierschutzbund (DTB) das QS-Kuratorium. Ein Gespräch mit DTB-Präsident Wolfgang Apel über die Missstände bei QS. mehr »
|