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Die Stationen im politischen Entscheidungsprozess24.04.2008 Über ein Verbraucherinformationsgesetz (VIG) wird in Deutschland bereits seit 2002 diskutiert. Die damalige Bundesverbraucherministerin Renate Künast (Bündnis 90/Die Grünen) scheiterte mit ihrem Entwurf jedoch am Widerstand der CDU-regierten Bundesländer im Bundesrat. Die sich häufenden Fleischskandale brachten das Thema 2006 wieder auf die Agenda. Rasch verabschiedeten Bundestag und Bundesrat trotz massiver Proteste den von Horst Seehofer vorgelegten Gesetzentwurf. Über so viel Eile könnten sich die Bürger eigentlich freuen, wenn am Ende endlich mehr Transparenz und Informationsrechte stünden. Dem ist jedoch nicht so. In der Praxis bringt das Verbraucherinformationsgesetz kaum Verbesserungen für die Konsumenten. Verbraucherrechte für mündige Bürger sehen anders aus. Ende 2006 wird das VIG vorläufig gestoppt: Horst Köhler verweigert wegen verfassungsrechtlicher Bedenken seine Unterschrift. Im Jahr 2007 legt das Landwirtschaftsministerium dann einen formell überarbeiteten Gesetzentwurf vor, der Gesetzgebungsprozess läuft erneut an. Das Gesetz wird verabschiedet und tritt am 01.05.2008 in Kraft. Werdegang des Verbraucherinformationsgesetzes
Briefwechsel foodwatch - VerbraucherministeriumDie Antwort aus dem Bundesverbraucherministerium auf die erste, an Horst Seehofer gerichtete Mitmach-Aktion von foodwatch von Februar bis Mai 2006. mehr »
Bundesrat beschließt wirkungsloses GesetzTrotz der durch den Fleischskandal neu entfachten Diskussion um Informationsrechte stimmt auch der Bundesrat dem wirkungslosen Verbraucherinformationsgesetz am 22.09.2006 zu. mehr »
Koalition verhindert mehr VerbraucherrechteAm 05.07.2007 verabschiedet der Bundestag das sogenannte Verbraucherinformationsgesetz (VIG) erneut. Inhaltlich wurde der Entwurf nicht geändert. Die Rechte der Verbraucher werden dadurch nicht gestärkt. mehr » |
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