foodwatch in Bild und Ton
Der Goldene Windbeutel 2010 geht an Zott: Aktion im bayerischen Mertingen: foodwatch versucht, den Preis für die dreisteste Werbelüge des Jahres am Firmensitz an die Geschäftsführung der Großmolkerei Zott zu übergeben... Mehr zur Aktion unter abgespeist.de (April 2010).
Willi will die Ampel: Ein Plädoyer für die verbraucherfreundlichste Form der Nährwertkennzeichnung – der Film zu unserer E-Mail-Aktion (Februar 2010).
Fotostrecke: Warum Apfelsaft drei Mal Grün und einmal Rot bekommt
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Drei Mal Grün, einmal Rot
Sieben Stück Würfelzucker
Die absurden Argumente der Ampel-Gegner: Von Gegnern der Ampelkennzeichnung wurde häufig das Argument angeführt, die Ampel sei absurd, weil der gesunde Bio-Apfelsaft Rot für den Zuckergehalt bekäme, die ungesunde Light-Cola dagegen Grün. Warum nicht die Ampel absurd ist, sondern dieses Argument (08.06.2010) – mehr dazu hier.
Was uns die Deutsche Bahn wirklich auftischt
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Bei der Aktion „TV-Köche tischen auf“ steht jeden Monat ein prominenter TV-Koch Pate für Gerichte im Bahn-Speisewagen. Im Mai gibt es nach Rezepten von Sarah Wiener zum Beispiel „Mit Kerbel-Pesto gefüllte Schweinefleischroulade“. (Bild: Scan Mai-Speisekarte Deutsche Bahn)
Hmm, lecker sieht sie aus, die Roulade, von Sarah Wiener ausgedacht und von der Deutschen Bahn im Speisewagen serviert. (Bild: Scan Mai-Speisekarte Deutsche Bahn)
Und die Beschreibung in der Speisekarte? Klingt auch super. Zusatzstoffe sind anscheinend keine drin, ... (Bild: Scan Mai-Speisekarte Deutsche Bahn)
... sonst wären sie ja laut Speisekarte so gekennzeichnet. (Bild: Scan Mai-Speisekarte Deutsche Bahn)
In dieser Verpackung bekommt die Deutsche Bahn die Schweineroulade vom Zulieferer Sander Gourmet geliefert. Sieht irgendwie nicht ganz so lecker aus wie auf der Karte.
Und die Zutatenliste? Was ist denn das: In der Roulade (s. Foto) steckt gehärtetes Palmfett, der Geschmacksverstärker Hefeextrakt, das Verdickungsmittel Xanthan, nicht näher definierte Aromen und in den Knöpfle auch noch E 330 (Citronensäure)?
In dem Rezept (PDF) von Sarah Wiener, das die Deutsche Bahn zum Nachkochen im Internet veröffentlicht, stand davon aber nichts.
Vielleicht unterscheidet die Produkte von Sander Gourmet ja doch nicht so viel von denen, die Nestlé Professional und Unilever Food Solutions Großkunden anbieten – schöne Bilder und „Beste Rohstoffe“-Versprechen auf der Internetseite hin oder her. (Screenshot www.sander-gourmet.de)
Nestlé weist auf www.nestleprofessional.de, der Internetseite für die Gastronomiekunden, mit einem „OK-Logo“ auf Fertiggerichte hin, die zwar Zusatzstoffe enthalten können – aber eben nur solche, die nicht gekennzeichnet werden müssen.
Bei Unilever Food Solutions (u. a. Knorr) bekommen solche Produkte das Siegel o.d.Z. – „ohne deklarierungspflichtige Zusatzstoffe“.
„o.d.Z.“ ist zum Beispiel die „KNORR Käse Sauce Quattro Formaggi“ – trotz Zutaten wie dem Geschmacksverstärker Hefeextrakt, dem Säuerungsmittel Citronensäure (E 330) und Aroma.
Auf der dazugehörigen Produktinformation werden ausdrücklich Zusatzstoffe aufgeführt, die enthalten sind, aber nicht kenntlich gemacht werden müssen – hier Citronensäure (E 330) und modifizierte Stärke, bei einer Broccoli-Sauce zum Beispiel Natriumphosphat und Natriumcitrat.
Fordern Sie Bundesministerin Ilse Aigner auf, für klare Kennzeichnungsregeln in der Gastronomie zu sorgen – und die Bahn als staatseigenes Unternehmen, im Bordbistro alle Zusatzstoffe in der Speisekarte zu kennzeichnen! Jetzt mitmachen »
Sarah Wiener tischt im Speisewagen Zusatzstoffe auf: Was sich wirklich hinter den Gerichten verbirgt, die die Deutsche Bahn im Mai 2010 in ihren Bordbistros wie Mahlzeiten aus der Spitzengastronomie servierte (27.05.2010) – mehr dazu hier.
Beim Etikettenschwindel ertappt – die Ausreden der Unternehmen
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Goldener Windbeutel 2010: Wie wenig einsichtig die Lebensmittelindustrie ist, wenn man sie beim Schwindeln ertappt, zeigen die Reaktionen der Kandidaten für den Goldenen Windbeutel. Die Abstimmung über die dreisteste Werbelüge des Jahres lief bis zum 22. April 2010 auf www.abgespeist.de.
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Weitere Informationen zum Thema |
- Bewegte Bilder von und mit foodwatch
Burgerproduktion mit Gentechnik, das Ringen um die Ampelkennzeichnung, Etikettenschwindel im Supermarkt – bewegende Themen für bewegte Bilder. Sehen Sie hier foodwatch-Videos und Fernsehbeiträge mit uns oder über unsere Kampagnen.
- ...und die Kamera ist dabei
foodwatch in Bildern: Unsere Fotostrecken dokumentieren Etikettenschwindel im Supermarkt, Testergebnisse und Laboranalysen, Protestaktionen gegen den heimlichen Einsatz von Gentechnik oder illegale Handelsgeschäfte mit BSE-riskanten Schlachtabfällen. Klicken Sie sich durch!
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