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Gammelfleisch: Aigner versteckt sich hinter Europa![]() 07.12.2009 Man wolle Fleischabfälle einfärben, damit sie nicht wieder in den Nahrungskreislauf gelangen, so Bundesernährungsministerin Ilse Aigner im Interview mit der Rheinischen Post (05.12.2009) auf die Frage, wie sie in Zukunft Verbraucher vor Gammelfleisch-Skandalen schützen wollen. Doch im nächsten Atemzug zieht sich die Ministerin, wie so häufig, auf Europa zurück: "Doch auch in diesem Punkt macht ein deutscher Alleingang keinen Sinn. Denn wenn nur wir das Fleisch einfärben, dann kann es exportiert und auf Umwegen ungekennzeichnet wieder eingeführt werden. Zurzeit laufen die Vorbereitungen, dass wir dazu auf europäischer Ebene einen Vorstoß unternehmen." Versprochen – Einfärben im Koalitionsvertrag angekündigtIm Koalitionsvertrag steht nichts von "europäischen Vorstößen", sondern dort heißt es schlicht: "Zur Vermeidung zukünftiger Gammelfleischskandale werden Schlachtabfälle (sogenanntes K-3-Material) eingefärbt." foodwatch fordert Ministerin Aigner auf, diesen Worten nun endlich Taten folgen zu lassen. Seit Jahren taucht in Deutschland immer wieder Gammelfleisch in Lebensmitteln auf – für Verbraucher nicht nur ekelerregend, sondern unter Umständen auch gesundheitsgefährdend. Nur durch eine auffällige Einfärbung, wie sie foodwatch seit Jahren fordert, könnte dies vermieden werden. Doch Frau Aigner schreckt augenscheinlich davor zurück, sich mit der Fleischindustrie anzulegen und hält die Bürger hin. "Einfärben" – aber ohne FarbeAuf europäischer Ebene wurde in der letzten Legislaturperiode zwar die Einfärbung beschlossen. Doch '"eingefärbt" werden darf nun mit einer Substanz, die sowohl farblos, als auch geruchs- und geschmacklos ist und dadurch nur im Labor nachgewiesen werden kann. Weder Kunden noch Händler könnten so "eingefärbte" Schlachtabfälle erkennen – eine Maßnahme ohne Wirkung. Als Bundesverbraucherministerin darf Frau Aigner nicht nur auf Europa verweisen, sie muss in Deutschland handeln. Wenn Deutschland voran geht und Schlachtabfälle einfärbt, kann Ministerin Aigner glaubwürdig und mit Überzeugungskraft die Einfärbung von allen Schlachtabfällen auch in der gesamten EU durchsetzen. Mitmachen – schreiben Sie an Frau Aigner!Fordern Sie Ministerin Aigner über die Mitmach-Aktion von foodwatch online auf, Schlachtabfälle endlich auffällig einzufärben und so Gammelfleischskandale zu vermeiden – jetzt online mitmachen » |
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