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MÄRZ 2010: Abschneiden oder wegwerfen – was mache ich mit schimmeligen Lebensmitteln?Frage des Monats März 2010:Abschneiden oder wegwerfen – was mache ich mit schimmeligen Lebensmitteln? Antwort der foodwatch-Ernährungsberaterin Katrin Glang:
Schimmel ist nicht gleich Schimmel. Es gibt Schimmelpilze, die nützlich sind: Sie konservieren oder aromatisieren bestimmte Käse- und Salamisorten. Es gibt aber auch Schimmelpilze, die dem Menschen schaden. Diese Pilze bilden giftige Mykotoxine (Myko = Pilz, Toxin = Gift). Nach langjährigem Konsum – auch in kleinen Mengen – können diese Leber und Nieren schädigen sowie Krebs erregen. Sie zu sich zu nehmen, sollte unbedingt vermieden werden. Das Problem dabei: Mit dem bloßen Auge ist nur der Schimmelrasen an der Oberfläche zu sehen, der eigentliche Pilzbefall kann aber viel tiefer gehen. Je höher der Wassergehalt eines Lebensmittels ist, desto einfacher ist es für den Pilz sich anzusiedeln und desto besser können sich die Mykotoxine verbreiten. Leider ist der toxische Stoff unverwüstlich: Mykotoxine lassen sich weder durch Kochen, Backen, Einfrieren noch durch Säuern zerstören. Was ist also bei Schimmelbefall zu tun: großzügig abschneiden oder wegschmeißen? Diese Frage ist nicht pauschal zu beantworten – es hängt vom Befall und der einzelnen Lebensmittelgruppe ab. In Anlehnung an die Empfehlungen der Verbraucherzentrale Berlin und des Bayerischen Staatsministeriums für Verbraucherschutz raten wir zu folgendem Vorgehen:
TIPP: Um Schimmel von vornherein zu vermeiden, sollten Lebensmittel frisch gekauft, trocken und kühl gelagert sowie zeitnah verbraucht werden. Und denken Sie daran – Schimmel ist „ansteckend“. Schimmlige Lebensmittel daher sofort entfernen und Behälter gut reinigen.
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