Die Erfolge von foodwatch im Jahr 2007
22.01.2008
Gammelfleisch, Tiermehl-Schmuggel, Acrylamid - aus Verbrauchersicht war 2007 ein turbulentes Jahr. foodwatch konnte im Kampf für mehr Transparenz und Sicherheit auf dem Lebensmittelmarkt einige bedeutende Erfolge verbuchen. Hier die sieben wichtigsten Beispiele für erfolgreichen Verbraucherschutz aus den vergangenen zwölf Monaten.
Klicken Sie sich durch die sieben wichtigsten Erfolge der foodwatch-Arbeit im Jahr 2007. Nähere Informationen zu den einzelnen Themen finden Sie in der Rubrik Kampagnen & Themen.
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Tiermehl-Schmuggel
Im Februar 2007 deckt foodwatch auf, dass Tiermehl aus Deutschland mit Wissen der Behörden illegal gehandelt wurde. Daraufhin stoppen deutsche Behörden die illegalen Exporte in Nicht-EU-Länder. Die Europäische Kommission ruft eine Sondersitzung ein.
Dioxin in Fischleber
Im Mai 2007 findet foodwatch heraus, dass Fischleber-Produkte des Ostseefisches Dorsch stark mit krebsverdächtigen Dioxinen belastet sind. Mehrere Supermärkte nehmen die Produkte aus dem Regal, die Firma Rügenfisch stellt die Produktion ein.
Burgerbewegung
Mit mehreren Aktionen zur Burgerbewegung geht foodwatch 2007 in die Öffentlichkeit. foodwatch will den Fastfood-Giganten McDonald's dazu bewegen, Hamburger ohne Gentechnik anzubieten. Im Juli laden Aktivisten gentechnikfreies Soja vor einer McDonald's-Filiale in Berlin ab.
Krebsverdächtiges Acrylamid in Kartoffelchips
Tests im Auftrag von foodwatch zeigen im August, dass ein Chip der Marke "Pringles Paprika" von Procter & Gamble soviel Acrylamid enthält wie 34 Chips der Lidl-Eigenmarke "Rusti Chips Paprika". foodwatch startet eine Mitmach-Aktion. Procter & Gamble erklärt, man suche nach Lösungen.
Buch "Abgespeist"
Im Oktober erscheint das Buch "Abgespeist" von Thilo Bode und schafft es bis auf Platz Elf der Spiegel-Bestsellerliste Sachbuch. Das Buch ist eine Bestandsaufnahme des Lebensmittelmarktes und von fünf Jahren Arbeit von foodwatch. Bis Ende 2007 verkauft es sich knapp 35.000 mal.
Verbrauchertäuschungskampagne "Abgespeist"
Ebenfalls im Oktober startet die neue Kampagne "Abgespeist". abgespeist.de enttarnt regelmäßig dreiste Werbelügen, mit denen Hersteller ihre Produkte an die Verbraucher bringen wollen. Die Lebensmittelindustrie schäumt und spricht von "Verleumdung".
Cumarin in Frühstücksflocken
Im November veröffentlicht foodwatch Testergebnisse, die zeigen, dass die "Cini Minis" des Herstellers Nestlé mit dem leberschädigenden Aromastoff Cumarin belastet sind. Sie enthalten das Siebenfache der gesetzlichen Höchstmenge. Nestlé sichert zu, die Produktion umzustellen.
All diese Erfolge zusammen haben mit den dadurch angestoßenen Debatten und Medienberichten etwas Generelles bewirkt: Es ist das Bewusstsein dafür gewachsen, dass der Lebensmittelmarkt nicht im Sinne der Verbraucher funktioniert und dass die Rechte der Verbraucher gestärkt werden müssen. foodwatch setzt sich dafür ein, dies zu erreichen.
12.000 Menschen unterstützen foodwatch
Zum Jahresende 2007 kann sich foodwatch auf knapp 12.000 Unterstützer verlassen. Das sind über 1.600 Förderer mehr als noch zu Jahresbeginn, ein Zuwachs um 16 Prozent. Diese Entwicklung zeigt: Immer mehr Menschen halten es für wichtig und den einzigen Weg, politische Veränderungen gemeinsam durchzusetzen. Die Bedeutung von foodwatch als unabhängige und kritische Stimme der Verbraucher in Deutschland nimmt weiter zu.
Auch im Jahr 2008 wird sich foodwatch mit allen Kräften für mehr Transparenz und Sicherheit auf dem Lebensmittelmarkt einsetzen. Halten Sie sich über die Arbeit von foodwatch auf dem Laufenden, abonnieren Sie den Newsletter von foodwatch!
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Weitere Informationen zum Thema |
- foodwatch auf allen Kanälen - Medienpräsenz 2007
Dutzende Meldungen großer Nachrichtenagenturen, Tausende Zeitungsartikel in Print- und Onlinemedien sowie Hunderte von Fernseh- und Radiobeiträgen – foodwatch kann auf eine erfolgreiche Pressebilanz 2007 zurückblicken.
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